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Wie funktioniert WLAN im Flugzeug?

Internet über den Wolken

Noch vor wenigen Jahren war das Internet an Bord eines Flugzeugs undenkbar. Während Passagiere in Verkehrsflugzeugen WLAN nutzen, erleben Privatpiloten das Fliegen ganz anders – etwa bei einem Schnupperflug. Heute bieten immer mehr Fluggesellschaften ihren Passagieren WLAN während des Fluges an. E-Mails beantworten, Filme streamen oder in sozialen Medien posten – alles in 10.000 Metern Höhe. Doch wie ist es technisch möglich, ein Flugzeug mit dem Internet zu verbinden, während es mit über 800 km/h durch die Luft rast?

Die zwei Technologien: Satellit und Boden

Grundsätzlich gibt es zwei Technologien, mit denen Flugzeuge eine Internetverbindung herstellen: die satellitenbasierte Lösung und die bodengestützte Lösung (Air-to-Ground, ATG). Beide haben ihre Vor- und Nachteile und werden je nach Fluggesellschaft und Einsatzgebiet eingesetzt.

Satellitenbasiertes Internet

Bei der satellitenbasierten Lösung kommuniziert eine auf dem Flugzeugrumpf montierte Antenne mit geostationären Satelliten in etwa 36.000 Kilometern Höhe. Diese Satelliten leiten die Daten an Bodenstationen weiter, die mit dem regulären Internet verbunden sind. Der Vorteil: Das System funktioniert nahezu überall auf der Welt, auch über Ozeanen und unbewohnten Gebieten. Der Nachteil: Die große Entfernung zu den Satelliten kann zu Verzögerungen führen, und die Bandbreite muss unter allen Passagieren aufgeteilt werden.

Bodengestütztes Internet (Air-to-Ground)

Die Air-to-Ground-Technologie nutzt ein Netzwerk von Sendemasten am Boden, ähnlich wie bei Mobilfunknetzen. Eine Antenne an der Unterseite des Flugzeugs verbindet sich mit den nächstgelegenen Bodenstationen und wechselt während des Fluges automatisch zwischen den Sendern. Diese Technologie bietet oft höhere Geschwindigkeiten und geringere Latenzzeiten als Satellitensysteme, funktioniert jedoch nur über Landmassen, wo Sendemasten installiert sind.

Die Herausforderungen

Internet im Flugzeug stellt die Ingenieure vor besondere Herausforderungen. Die hohe Geschwindigkeit des Flugzeugs erfordert ständige Handover zwischen verschiedenen Satelliten oder Bodenstationen. Die metallische Flugzeughülle schirmt Signale ab, weshalb spezielle Antennen und Verstärker benötigt werden. Zudem müssen alle Systeme so konstruiert sein, dass sie die empfindliche Bordelektronik nicht stören.

Die Zukunft der Konnektivität in der Luft

Mit neuen Satellitenkonstellationen in niedrigeren Umlaufbahnen, wie sie bereits von verschiedenen Unternehmen betrieben werden, wird die Internetverbindung im Flugzeug in den kommenden Jahren noch schneller und zuverlässiger werden. Für Privatpiloten und Charterflüge ist WLAN an Bord weniger relevant – hier steht das Erlebnis des Fliegens selbst im Vordergrund. Bei Panorama Air am Flugplatz Egelsbach genießen Sie die Freiheit, einfach abzuschalten und den Blick über die Landschaft schweifen zu lassen. Wer selbst Pilot werden möchte, erlebt das Fliegen von seiner schönsten Seite.

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